Kaufberatung Mercedes 300 SL

Sollten Sie sich für den Kauf eines Mercedes 300 SL interessieren, gibt es viele Dinge zu beachten.
Das Internet eröffnet schnelle Möglichkeit, zumeist bei Händlern, einen Wagen zu erstehen.
Bei www.mobile.de oder www.autoscout24.de sind bis auf wenige Ausnahmen alle Fahrzeuge, zumindest des deutschen Marktes präsentiert.

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Selbst dieser ausgebrannte Wagen kann wieder restauriert werden

1. Der Wagentyp

Möchten Sie einen Roadster oder ein Coupé Ihr Eigen nennen? Sie haben sich in jedem Fall für eine sichere Geldanlage bei gleichzeitig hohem Nutzwert entschieden. Grundsätzlich gilt: der Roadster ist das spätere und ausgereiftere Fahrzeug. Er zehrt vom Mythos des Flügeltürers und ist deshalb auch fast genauso teuer. Er verfügt über eine verbesserte Hinterachskonstruktion und ab 1961 auch Scheibenbremsen an allen vier Rädern. Der sog. Gullwing ist das ursprünglichere und unverfälschtere Fahrzeug. Seine Hinterachse verhält sich im Grenzbereich schwierig, die Innenraumbelüftung und -kühlung ist bei hohen Aussentemperaturen unzureichend. Allerdings kann ein Coupé durchaus bei historischen Rennveranstaltungen wie der Mille Miglia zum Einsatz kommen, was für einen Roadster nicht möglich ist. Ein Roadster hat den höheren Nutzwert, ein Flügeltürer das Mehr an Emotion.

2. Kaufpreis

Man muss sich im Klaren darüber sein, das fahrbereite Autos nicht unter 300.000,- Euro zu haben sind. Es sei denn man hat sehr viel Glück. Die Preisskala endet bei ca. 1.000.000,- €, die für einen sehr guten Flügeltürer aus Aluminium aufgerufen werden. Preise sind hier pauschal kaum zu nennen, weil diese speziellen Typen nur sehr selten gehandelt werden. Im Normalfall kommt ein perfekt restaurierter Wagen derzeit auf einen Preis um die 650.000,- €.

Zustand

Der Zustand des Wagens ist der entscheidende Faktor. Grundsätzlich gilt hier: Technische Reparatur liegt preislich meist unter der, sehr aufwendigen Überarbeitung der Karosserie oder des Rahmens. Sollten Sie also nicht im obersten Preissegment suchen wollen, geben Sie Fahrzeugen den Vorzug, die eher technische als substanzielle Schwächen aufweisen. Doch Vorsicht: Einige technische „Kleinigkeiten“ können gerade beim 300 SL erheblich ins Geld gehen. So kann eine einzige Einspritzdüse ca. 1.500,- € kosten, eine Bremstrommel in etwa das Gleiche.

3. Matching Numbers

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Nummer am Motorblock

Dieser Begriff bezeichnet die Korrelation der Hauptbaugruppen. Chassis, Motor und Karosserie haben ab Werk einzelne, zugeordnete Nummern. Die Nummern müssen nicht zwangsläufig identische Endungen haben. In unserer Datenbank erhalten Sie für die gebauten W198 I alle zugehörigen Nummern. Sollte einmal ein Motor getauscht, oder die Karosserie ersetzt worden sein, so ist das keinesfalls ein k.o. – Kriterium. Eine gute Erklärung hierfür sollte allerdings vorliegen.

4. Restauration

Die meisten der heute angebotenen Fahrzeuge haben in Ihrem langen Leben schon die eine oder andere Restauration durchgemacht. Restauration meint eigentlich die gesamtheitliche Reparatur bzw. Aufarbeitung der vorhandenen Teile und Baugruppen des gesamten Autos unter der Vorgabe des maximalen Erhaltes ursprünglicher Substanz.Tatsächlich wurde meist weniger restauriert sondern eher „neugemacht“. Der Erhalt originaler Substanz wirkt sich jedoch erheblich auf den Wiederverkaufswert Ihres Wagens aus. Es ist möglich einen Wagen direkt bei einem Restaurationsbetrieb zu erwerben. Wenn Sie dies tun, stellen Sie für sich selbst fest ob dieser Betrieb einen seriösen Eindruck macht. Ist der Betrieb den hohen Anforderungen, der Fahrzeuge und Kunden gewachsen und ist der Betrieb straff und vor allem sauber organisiert oder herrscht das improvisierte Chaos. Stellen Sie fest, wie mit Fahrzeugen und Teilen umgegangen wird und ob Sie tatsächlich mit sachkundigen Mitarbeitern sprechen. Ein hoher Kaufpreis verlangt absolute Ordnung, Sauberkeit und Transparenz.

Sehen Sie sich die erfolgte Arbeit genau an. Mercedes war und ist ein schwäbisch, penibel arbeitendes Unternehmen. Nicht alle Restaurationsbetriebe nehmen diese Philosophie gleichermassen genau. Vergleichen Sie, falls möglich, Schweissnähte mit Originalfahrzeugen. Sehen Sie sich die Nahtverläufe und Verklebungen der Leder- und Sattlerarbeiten an. Nicht selten wird mit billigem Material gearbeitet. Prüfen Sie die Polsterung der Sitzpolster. Manchmal wurde der Federkern durch schlichten Schaumstoff ersetzt. Betrachten Sie die Qualität der Lackierarbeiten. Befinden sich übermässig Staubpartikel, Läufer oder Schlieren im Lack, ist Vorsicht geboten. Sind alle schwierig zu erreichenden Punkte sauber auslackiert oder finden sich unter dem Lack noch Schleifspuren von grobem Schleifpapier. Am besten prüfen Sie die Schichtstärke selbst mit einem Messgerät. Bei Türen und Hauben funktioniert das nicht mit jedem Gerät, diese sind aus Aluminium gefertigt. Gute Geräte gibt es mittlerweile ab ca. 150,- € im Handel. Die Schichtstärke sollte im Normalfall 350 μm nicht überschreiten und in jedem Fall gleichmässig sein.

Zur Lackierung gehört auch das Richten der Spaltmaße. Achten Sie auf Gleichmässigkeit und sauberen Abschluss. Betrachten Sie hierbei auch die Einpassungen von Chromteilen, wie beispielsweise den Kühlergrill samt Stern.

Kühlergrill

Einpassung des Kühlergrills

Versuchen Sie nach einer erfolgten Restauration festzustellen wie viele der originalen Teile im Wagen verblieben sind und was mit den originalen Teilen gemacht wurde. Achten Sie hierbei besonders auf Zierrat, Anbauteile, Instrumente, Rohrverbindungen, Felgen, Einspritzdüsen, Zylinderkopf, Achsteile, Lenkgetriebe, Kühler, Getriebe etc.. Legen Sie Ihr Augenmerk auf Passung und Verarbeitung der einzelnen Teile. Bei einem Roadster ab 1958 ist auf eine Sicke unterhalb der Tür zu achten. Ist Sie nicht vorhanden, wurde bei der Restauration offensichtlich nicht exakt recherchiert. Eine gute Restauration erkennt man schon am grundsätzlichen Erscheinungsbild des Fahrzeuges. Sind einige Bauteile selbst nach erfolgter Restauration nicht ordentlich funktionstüchtig, locker oder Schrauben haben bei Ihrer Montage das Bohrloch nicht sauber getroffen und sind schief „hineingewürgt“, ist wohl allgemein nicht sauber gearbeitet worden und der Wagen unter Umständen sein Geld für den vom Betrieb avisierten Zustand „1“ nicht Wert.

originaler Aussenspiegel Coupé

300SL Scheinwerfer USA-Version

Grundsätzlich gilt immer die Frage nach der Originalität. Ist der Wagen in einer anderen Farbe lackiert als original, kann das wertmindernd sein. Genauso verhält es sich mit der Innenausstattung. Viele Fahrzeuge weisen technische Modifikationen auf. Sie sind mit Scheibenbremsen, modernen Getrieben, Klimaanlagen und Gurten ausgerüstet. Diese Umbauten haben den Vorbesitzer meist ein Stange Geld gekostet, die Sie jetzt bezahlen sollen. Es ist zu Überlegen dem Vorbesitzer den erforderlichen Rückbau in den Originalzustand nicht im Gegenzug auf die Liste Ihrer Beanstandungen zu setzen. Im Normalfall sollten zumindest die Originalteile vorhanden sein.

Ohne Dokumentation – keine Restauration

Zu einer guten Restauration gehört eine saubere Dokumentation der Arbeiten. In diesem speziellen Bereich reicht keineswegs die Aushändigung einer Foto-CD. Die Dokumentation sollte schriftlich alle Baugruppen gesondert und geordnet umfassen, sowie die Maße und Zustandsbeurteilung beispielsweise der Motorteile vor und nach den Arbeiten. Im Bestfall bekommen Sie Kopien der Arbeitskarten der Mechaniker und deren Unterschrift zur Nachvollziehbarkeit der Verantwortlichkeiten dazu.

Sollten Sie sich bei einer erfolgten Restauration nicht absolut sicher sein, dass sauber, korrekt und ohne den vermeidbaren Verlust von Originalteilen gearbeitet wurde, ziehen Sie in jedem Fall einen eigenen Experten hinzu. Er wird es hinsichtlich des Kaufpreises absolut Wert sein. Verlassen Sie sich in keinem Fall, auf schon vorab erstellte Gutachten.

5. Technik und Probefahrt

Wenn Sie einen Wagen kaufen möchten, werden Sie sicherlich auch eine Probefahrt machen. Diese grundsätzliche Überprüfung der Fahreigenschaften des Wagens ist nicht nach 10 Minuten vorbei. Im Übrigen fahren Sie selbstverständlich selbst – auch bei kaltem Motor. Der Mercedes 300 SL sollte zügig anspringen und nach spätestens 40 Sekunden auf allen Zylindern ohne Choke rund laufen. Achten Sie auf unnatürliche Geräuschentwicklung aus dem Motorraum. Klappern die Ventile vernehmlich, dürfte die letzte Wartung ein Zeit lang zurückliegen. Seien Sie vorsichtig bei Wagen die lange nicht bewegt wurden. Nach langer Standzeit können schnell Schäden entstehen. Sehen Sie nach ob Sie in den verschiedenen Lastzuständen evtl. eine schwarze oder blaue Wolke hinter sich herziehen. Drehen Sie dabei den Motor im warmen Zustand auf min. 4.500 U/min. Es sollte sich auch im Schiebebetrieb kein Qualm einstellen. Dies ist ein Hinweis auf defekte Ventilschaftdichtungen und erfordert die Demontage des Zylinderkopfes.

Grundsätzlich sollte der Motor in keiner Situation ruckeln oder nur unwillig Gas annehmen. Die Einspritzung ist auf maximale Elastizität ausgelegt. Schalten Sie daher bei 30 km/h in den 4. Gang und beschleunigen das Fahrzeug. Der 300 SL sollte das ruckfrei und völlig problemlos tun.

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Kontaktkorrosion an Rahmen und Karosserie

Achten Sie auf Geräusche oder Heulen von der Hinterachse. Manche Experten halten dieses Geräusch für normal. Das ist es keineswegs. Die Überholung einer Hinterachse samt Differential ist allerdings teuer und verlangt umfassende Sachkenntnis. Polternde oder schlagende Geräusche weisen auf eine defekte Hinterachsaufnahme samt Federn und defekte Stossdämpfern hin. Prüfen Sie die Lenkung. Es gibt nur bedingt Ersatz. Ein gutes Lenkgetriebe hat kein Spiel! Die Überholung eines solchen verschlingt incl. Einbau allerdings gerne Summen um 1.500,- €.

Betätigen Sie sämtliche Schalter und das Verdeck. Es sollte nicht klemmen, keine Risse aufweisen und vor allem einigermassen dicht und ohne Verzug schliessen. Absolute Dichtheit gibt es aber bei keinem 300 SL.

Prüfen Sie alle Funktionen. Achten Sie vor allem auf den Öldruck. Er sollte mit der Drehzahl des Motors proportional steigen. Sinkt er bei kurzem Gasstoss kurzzeitig ab und steigt dann erst wieder, liegt ein grösseres Problem zugrunde.

Die Probefahrt endet mit einer schnellen Fahrt auf der Autobahn. Fahren Sie mindestens 160 km/h. Der 300 SL sollte ruhig auf der Bahn liegen und die Geschwindigkeit abhängig von der Grundübersetzung auch schnell erreichen. Achten Sie auf Flattern des Lenkrads und Unruhe im Fahrwerk. Bremsen Sie den Wagen bei freier Strecke ab und nehmen dabei vorsichtig die Hände vom Lenkrad. Der Wagen sollte seine Spur beim Bremsen halten und der Bremsdruck nicht signifikant nachlassen. Das Getriebe sollte flotte Schaltvorgänge ohne Geräuschentwicklung zügig absolvieren. Beim Zurückschalten dürfen weder Kratzgeräusche noch Heulen aus der Synchronisierung vernehmbar sein. Nach ca. einer halben Stunde Fahrt sollte alles geprüft sein. Fahren Sie nun in die Werkstatt und prüfen nochmals Temperaturen und den Ölverlust des Wagens von unten. Ein wenig Ölverlust ist beim 300 SL normal. Im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen dieser Ära neigt der 300 SL aber nicht zu chronischer Überhitzung Sind alle Füllstände korrekt und der Motor richtig eingestellt, sollten alle Temperaturen im normalen Bereich bleiben. Starten Sie den Wagen nun erneut und achten Sie auf die richtige Funktion der Zusatzpumpe. Der Wagen sollte normal anspringen und sofort wieder auf allen 6 Zylindern laufen. Prüfen Sie den Zustand des Motoröls. Ist es hellbraun verfärbt, lässt dies Rückschlüsse auf evtl. eine defekte Zylinderkopfdichtung zu. Riechen Sie am Öl. Haben Sie sofort Benzingeruch in der Nase, stimmt wohl etwas mit dem Rückschlagventil in der Einspritzpumpe nicht, sind die Einspritzdüsen defekt oder aber die gesamte Pumpe überholungsbedürftig. Dies kann Kosten im fünfstelligen Bereich verursachen. Führen Sie in der Werkstatt zumindest eine Kompressionsprüfung durch und halten dabei selbst das Diagnosewerkzeug. Die Prüfung sollte keinen maximalen Druckunterschied der Zylinder von mehr als 1,5 bar ergeben. Jedes andere Druckverhältnis gilt als erhöhter Verschleiss.

6. Karosserie und Unterboden

Beim 300 SL wird gerne, um den Wagen etwas hübscher dastehen zu lassen, der schwarze Rahmen aus der Spraydose nachlackiert. Die gilt im übrigen auch für Tank, Karosserieinnenbleche, Schweller, Abdeckungen, Kühler, Achsen und Fangbänder. Achten Sie auf Sprühnebel, der sich bei solcher „Schnellrestauration“ nicht vermeiden lässt. Von unten kann ein SL in den verschiedenen Zuständen sehr unterschiedlich aussehen. In jedem Fall muss die Unterbodenverkleidung, falls vorhanden, entfernt werden. Grundsätzlich sollten alle Gummis an Vorder- und Hinterachse frei von Rissen sein. Achten Sie gesondert auf die Manschetten der Hinterachse. Sowohl Kühlerunterseite als auch Achsen und Rahmen sollten frei von tiefen Kratzern also Aufsetzspuren sein. Getriebe und Hinterachse müssen auf Ölverlust untersucht werden. Sehen Sie sich genau die Aufnahmepunkte der Karosserie am Rahmen an. Oftmals zeigen sich hier Spannungsrisse und Korrosion. Auch am Unterboden gibt es viele Schraubverbindungen von Karosserieblechen. Stellen Sie fest ob die Bleche richtig und ohne Spannung verbaut sind. Prüfen Sie von unten die Aufnahmen der Stossfänger. Hier sollte keine ungewöhnliche Verformung sichtbar sein. Sehen Sie sich die Schweissverbindungen der Radhausbleche an. Wie sind die Schweissnähte ausgeführt, passen Sie ins Gesamtbild oder gibt es Sie überhaupt. Ein wichtiges Attribut sind die Schweissnähte der Träger für den Kühler. Bei einem Unfall werden Sie sofort in Mitleidenschaft gezogen und müssen dann gerichtet oder neu angebracht werden. Die Auspuffanlage ist im hinteren Bereich an Gummis aufgehängt. Hier ist auf Dichtheit, festen Sitz und gesamt auf Originalität zu achten. Nehmen Sie die Abschmierpunkte an der Vorderachse sowie Kardanwelle und Hinterachse in den Fokus. Es sollte kein altes Fett zu sehen und die Schmiernippel nicht vollständig verdreckt sein. Von Unten lassen sich gut die Reifeninnenseiten betrachten. Alle Reifen sollten gleichmässig abgefahren sein. Erfahrungsgemäss werden beim W198 die Reifen nicht aus Verschleissgründen sondern wegen Überalterung getauscht.

Um einen erheblichen Vorschaden am Fahrzeug feststellen zu können, prüfen Sie die Bleche innerhalb des Kofferraums.Von aussen empfiehlt es sich die Scheinwerfer zu entfernen und im Hohlraum nach Verformungen und Spachtelarbeit zu suchen.Nehmen Sie sich einen Zollstock und vergleichen die Höhe aller Scheinwerfer zum Boden sowie den Abstand der Radnaben zueinander. Nicht selten kommen hier mehrere Zentimeter Versatz zum Vorschein.

Höhe der Scheinwerfer

Überprüfung der Abstände auf Gleichmäßigkeit

7. Ausstattung

Zu jedem Auto gehört auch eine entsprechende Ausstattung. Viele SL wurden seinerzeit mit Koffersätzen, einem Hardtop, Bordwerkzeug und einem Ersatzrad versehen. Verlangen Sie die originalen Teile.

8. Nummern

Beim Mercedes 300 SL sind an verschiedenen Stellen die unterschiedlichen Identifikationsnummern angebracht. Sie befinden sich vorne mittig auf dem Querrahmenträger oder seitlich zwischen Motor und Kühler. Weitere Nummern finden Sie vorne auf der Seite des Motorblocks direkt unterhalb des Zylinderkopfes, sowie fahrerseitig an der Spritzwand und auf der Fahrerseite links im Fussraum.

Farbcode 300SL

Nummer am Rahmen 300SL

Typenschild 300SL Spritzwand

Das entscheidende Kriterium bei der Begutachtung der Nummern kann nur ein gutes Bauchgefühl oder ein fähiger Gutachter sein. Nicht einmal jeder Gutachter vermag zu sagen ob es sich bei einer Nummer um ein nachgeschlagenes oder gefälschtes Exemplar handelt. Bei extremer Vertiefung der Nummer, kann der Verdacht eins vorangegangenen Ausschleifens begründet sein. Gerade bei Motoren kommt dies häufiger vor. Eine völlig neu anmutende Nummer kann ebenso Indiz für eine Fälschung sein. Charakteristisch sind Mercedes-Schlagzahlen in jedem Fall. Allerdings hat man diese für ein paar Euro auch schon kopiert.

Bei reinen Erstellungskosten eines neuwertigen SL aus reinen Reproduktionsteilen von nicht einmal 300.000,- €, und einem entsprechenden Marktwert von bis zu 600.000,- € für ein „voll restauriertes“ originales Exemplar, ist in jedem Fall Vorsicht geboten.